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Teilprojekt T: Ausstellung »Helden – Heroisierungen – Heroismen«


Teilprojektleitung:
Dr. Gorch Pieken
Prof. Dr. Ralf von den Hoff

Wissenschaftliche Mitarbeiterin:
Katja Widmann

Beteiligte Disziplinen: 
Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Museumswissenschaft

Projektpartner: 
Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam (ZMSBw)

 

Bericht als PDF


Das Teilprojekt nimmt seinen Ausgang von der anhaltenden gesellschaftlichen Aktualität des SFB-Themas »Helden – Heroisierungen – Heroismen« und seiner unvermindert hohen öffentlichen Präsenz. Bereits in seinen ersten Förderphasen hat sich der SFB um öffentliche Sichtbarkeit bemüht, das Museum als Ort des Wissenstransfers und als Erprobungsfeld seiner Forschungen dabei aber nicht erschlossen. Zusammen mit den für die dritte Förderphase avisierten wissenschaftlichen Synthesen und Neuperspektivierungen soll dies nun in seiner dritten Förderphase durch Anwendung in der musealen Präsentation einer Ausstellung geschehen. Sie wird gemeinsam mit dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam (ZMSBw) erarbeitet, dessen Militärhistorische Museen (MHM) durch innovative Ausstellungen mit kulturhistorischer Perspektive und hoher öffentlicher Sichtbarkeit hervorgetreten sind (z.B. »Gewalt und Geschlecht. Männlicher Krieg – Weiblicher Frieden?«, 2018: MHM Dresden). Als Ausstellungsort ist das MHM auf dem Flugplatz Berlin-Gatow vorgesehen, das flächenmäßig größte Museum in Berlin. Die Eröffnung ist für Spätsommer 2023 geplant.

Im Medium der Ausstellung werden die Forschungsergebnisse des SFB aus den drei Förderphasen in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner wissenschaftlich neu perspektiviert und auch für ein nicht fachlich vorgebildetes Publikum greifbar gemacht. Ein wichtiges Thema ist dabei die persistente Verbindung des Heroischen mit dem Militärischen, die eher im Fokus der MHM liegt. Die Ausstellung wird sich mit dieser Verbindung als Bestandteil und Bezugsgröße der vielfältigen Phänomene des Heroischen, die der SFB herausgearbeitet hat, kritisch auseinandersetzen. Aus Ergebnissen des SFB heraus nimmt die Ausstellung in moderner und multimedialer Form kontroverse Debatten um Held*innen auf und verdeutlicht den Beitrag der historisch arbeitenden Kulturwissenschaften zu vergangenen und aktuellen gesellschaftlichen Fragen. So sollen (1) im Erfahrungsraum Museum das Erfahrungsfeld des Heroischen wahrnehmbar, verständlich und kritisch bewertbar, und (2) langjährige Forschung in ihren wissenschaftlichen Ergebnissen in einer musealen Präsentation erprobt und dabei auch in neuer Weise synthetisiert werden.

Dabei ist das Denken in Netzwerken sowohl inhaltliches wie gestalterisches Prinzip der Ausstellung: Die Besucher*innen können Beziehungen der Objekte und Themen untereinander und zu ihren eigenen Erfahrungen entdecken bzw. selbst herstellen. Die Ausstellung wird (3) insofern zu einem Hub – also einem Drehkreuz oder Knotenpunkt –, als in der konzeptionellen Arbeit und im Austausch mit dem Publikum neues Wissen entstehen und in die universitäre Forschung des SFB zurückwirken kann: Sie präsentiert und beeinflusst damit die Forschung des SFB und setzt diese in Form von – wiederum wissenschaftlich auswertbarer – Publikumsbeteiligung prozesshaft fort.

Anmeldung
Der interne Bereich finden Sie nun auf der Teamplattform des SFB 948. Hinweise zum Login und zur Bedienung der Teamplattform finden Sie in diesem Dokument.