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Nachrichten


November

Neue Blog-Reihe "Sozialfiguren der Corona-Pandemie"

Die Corona-Pandemie und die mit ihr einhergehenden Maßnahmen haben weltweit den Alltag der Menschen grundlegend verändert. Noch ist nicht absehbar, wie lange dies so bleiben wird, wir befinden uns in einer unsicheren Zwischenzeit. In solchen Zeiten betreten Sozialfiguren die gesellschaftliche Bühne.  Sie verkörpern in figurativer Form, welche gesellschaftlichen Erfahrungs- und Problemlagen den alltäglichen Umgang mit der Pandemie prägen und ermöglichen uns als Gesellschaft eine Verständigung darüber.

Vom Patient 0, über den Hamsterkäufer, den Virologen, den Landesvater bis hin zum Maskenverweigerer – die Autor*innen der Reihe interessieren sich für das Gesellschaftliche, das sich in den Geschichten dieser menschlichen Figuren verdichtet. Kulturwissenschaftler*innen verschiedener disziplinärer Herkunft eröffnen mit ihren sozialfigurativen Skizzen auch hinsichtlich der Schreibstile und Beschreibungsformen einen Experimentierraum, der zu Kommentaren anregen soll.

Den „Aufschlag“ zur Reihe lesen Sie hier, daneben den ersten Beitrag „Patient 0 – oder die Suche nach dem Ursprung der Pandemie“.

Tobias Schlechtriemen, Soziologe an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Mitglied des DFG-geförderten Sonderforschungsbereiches 948 'Helden - Heroisierungen - Heroismen' ist von April bis September 2020 Fellow am KWI Essen. Im Rahmen seiner Forschungsschwerpunkte 'Kultursoziologie und soziologische Theorien, Bilder des Sozialen, Ästhetik und Gesellschaft, Wissenschaftsgeschichte der Soziologie' liefert er einen Beitrag zum neugestarteten Blog des KWI in der Reihe 'Sozialfiguren der Corona-Pandemie'.

Neue Blog-Reihe "Sozialfiguren der Corona-Pandemie"

September

Neuerscheinung | Christiane Hadamitzky "Heroism in Victorian Periodicals 1850–1900"

von Christiane Hadamitzky:

Heroism in Victorian Periodicals 1850–1900. Chambers’s Journal – Leisure Hour – Fraser’s Magazine, Helden - Heroisierungen - Heroismen, Bd. 15


Das neunzehnte Jahrhundert in Großbritannien war geprägt von technologischen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen, die sich auch medial bemerkbar machten: Die Printmedien eröffneten einen Massenmarkt, der mit Publikationen für beinahe jede Bevölkerungsgruppe und verschiedenste Interessen aufwartete. Der gesellschaftliche Wandel ging zudem mit einem verstärkten Bedürfnis nach Orientierung einher, das in vielen Publikationen mithilfe der Semantik des Heroischen gestillt wurde. Als Leit- und Orientierungsfiguren sollten Helden Anhaltspunkte für die Leserschaft bieten. Durch die Untersuchung von Chambers’s Journal, Fraser’s Magazine, und Leisure Hour fächert der vorliegende Band verschiedene Konzeptionen des Heroischen auf dem viktorianischen Printmarkt auf und zeigt, welche unterschiedlichen didaktischen, sozialen und politischen Funktionalisierungen dem Heroischen innerhalb der sich verändernden Machtstrukturen für verschiedene Leserschichten zukamen.

Neuerscheinung | Christiane Hadamitzky "Heroism in Victorian Periodicals 1850–1900"

August

Neuerscheinung | Zhuangying Chen und Achim Aurnhammer "Deutsch-chinesische Helden und Anti-Helden"

von Zhuangying Chen und Achim Aurnhammer  (Hrsg.):

Deutsch-chinesische Helden und Anti-Helden. Strategien der Heroisierung und Deheroisierung in interkultureller Perspektive, Helden - Heroisierungen - Heroismen, Bd. 13


Heldenerzählungen berichten von Gewalt, dem vorsätzlichen Übergriff auf den Körper eines anderen gegen dessen Willen. In der Gewalttat kulminieren Mut und Entschlossenheit, Regelverachtung und Handlungsmacht, sie erscheint als Bewährungsprobe des Individuums. Gewalt zwingt die Beteiligten, sich zur ihr zu verhalten und zu positionieren – Täter wie Opfer, Beteiligte wie Beistehende, Zeitgenossen wie Nachkommende. In diesem Band strukturieren drei Perspektivierungen –zur Heroisierung, zum Ertragen und zur Vermeidung von Gewalt – literatur-, geschichts-, kulturwissenschaftliche und soziologische Zugänge zum Beziehungsgeflecht von Heldentum und physischer Gewaltausübung. Ein einleitender Aufsatz identifiziert theoretische Schnittstellen.

Neuerscheinung | Zhuangying Chen und Achim Aurnhammer "Deutsch-chinesische Helden und Anti-Helden"

Juli

Neuerscheinung | Barbara Beßlich, Nicolas Detering, Hanna Klessinger, Dieter Martin, Mario Zanucchi "Geistesheld und Heldengeist"

von Barbara Beßlich, Nicolas Detering, Hanna Klessinger, Dieter Martin, Mario Zanucchi  (Hrsg.):

Geistesheld und Heldengeist, Studien zum Verhältnis von Intellekt und Heroismus, Helden - Heroisierungen - Heroismen, Bd. 14


„Geist und Tat“ sind vielfältig aufeinander bezogen – als Konkurrenz zwischen Intellekt und Heroismus, als komplementäre Ergänzung von Dichter und Herrscher oder als Synthese in einer Figur. Auf der Basis aktueller Heroismus- und agency-Konzepte erhellt der Sammelband in Einzelstudien aus unterschiedlichen Disziplinen die historisch ,tiefen‘ und die räumlich-kulturell ,breiten‘ Dimensionen des Themas, um so exemplarisch das kulturhistorisch produktive Potential eines ,intellektuellen Heroismus‘ von der Antike bis zur Gegenwart zu bestimmen.

Neuerscheinung | Barbara Beßlich, Nicolas Detering, Hanna Klessinger, Dieter Martin, Mario Zanucchi "Geistesheld und Heldengeist"

Juni

Neuerscheinung | Andreas J. Haller "Mythische Räume der Gesetzlosigkeit in..."

Andreas J. Haller
"Mythische Räume der Gesetzlosigkeit in Erzählungen über Robin Hood, Klaus Störtebeker und Jesse James"



Dieses Buch widmet sich den Erzähltraditionen um drei gesetzlose Helden, die in England, Deutschland und Nordamerika ansässig waren: Robin Hood, Klaus Störtebeker und Jesse James üben eine bis heute anhaltende Faszination aus. Im Mythos des Gesetzlosen finden gesellschaftliche Diskurse um Recht und Gerechtigkeit, um Herrschaft und Widerstand, um Souveränität und Legitimität einen narrativen Ausdruck. Erzählungen, in denen Räuber, Piraten oder Banditen zu Rebellen und schließlich zu Helden avancieren, gestalten die Widersprüche innerhalb rechtlich geordneter Gesellschaften literarisch. Rechtsordnungen besitzen einen sozialen und einen territorialen Aspekt. In der narrativen Darstellung historischer Raumkonstellationen wird die Vorstellung vom Recht als konstituierendem gesellschaftlichem Faktor anschaulich. Die vorliegende Studie eröffnet eine neue Perspektive auf die Bedeutung der heroischen Gesetzlosigkeit als einem Phänomen der sozialen und räumlichen Transgression.

Neuerscheinung | Andreas J. Haller "Mythische Räume der Gesetzlosigkeit in..."

Juni

Dritte Förderphase des SFB 948 bewilligt

Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt dritte Förderphase des SFB 948 (2020-2024)

Der Senatsausschuss für die Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat den Förderantrag auf Verlängerung des SFB 948 am 28. Mai bewilligt. Somit kann der SFB sein Forschungsprogramm in einer finalen dritten Förderphase zum Abschluss bringen.

Weitere Informationen:

zu den Besonderheiten der Abschlussphase

zur Pressemeldung der Universität Freiburg

zur Pressemeldung der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Dritte Förderphase des SFB 948 bewilligt

März

Neuerscheinung Christus als Held und seine heroische Nachfolge. Zur 'Imitatio Christi' in der Frühen Neuzeit

Neuerscheinung Christus als Held und seine heroische Nachfolge. Zur 'Imitatio Christi' in der Frühen Neuzeit

Christus als Held und seine heroische Nachfolge. Zur 'Imitatio Christi' in der Frühen Neuzeit

Die imitatio Christi heroica ist fächer- und epochenübergreifend weder historisch noch systematisch zureichend erforscht. Die Studien in vorliegendem Band, konsequent aus den einschlägigen Quellen erarbeitet, zielen darauf, diese eklatante Forschungslücke für den Zeitraum der Frühen Neuzeit zumindest tentativ zu schließen. So werden die Ergebnisse eines interdisziplinären Kongresses dokumentiert, den der Sonderforschungsbereich 948 Helden – Heroisierungen – Heroismen (Freiburg) und das Graduiertenkolleg 2008 Interkonfessionalität in der Frühen Neuzeit (Hamburg) gemeinsam veranstalteten, um historisch-theologische, geschichtswissenschaftliche, kunsthistorische, musikwissenschaftliche und philologische Expertisen zu bündeln. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Frage, welche geistlichen Heroisierungsstrategien in der Frühen Neuzeit zu beobachten sind und wie sie sich mit Blick auf die Heroisierung Christi und die imitatio Christi heroica in unterschiedlichen Medien bzw. intermedial ausprägten.

Neuerscheinung Christus als Held und seine heroische Nachfolge. Zur 'Imitatio Christi' in der Frühen Neuzeit

Februar

Neuerscheinung „Postheroische Helden - Ein Zeitbild“

Die Monografie „Postheroische Helden - Ein Zeitbild. “ von Ulrich Bröckling, Teilprojektsleiter von D12, erscheint am 17.02.2020 im Suhrkamp Verlag.

Zum Inhalt: Heldenfiguren gelten heute als suspekt: zu viel Pathos, zu viel Männlichkeits­ausdünstungen, zu viel moralischer Zeigefinger. Wir leben, heißt es, in postheroischen Zeiten. Gleichzeitig hat sich die Faszination von Heldengeschichten nicht erschöpft, ja, der Fragwürdigkeit heroischer Vorbilder steht ein schier unstillbarer Heldenhunger gegenüber, der reichlich bedient wird. Lebensretter werden ebenso heroisiert wie Klimaaktivistinnen und Whistleblower, Superhelden bevölkern Filme und Computerspiele, und der Spitzensport liefert kontinuierlich heroisierbares Personal. Mit der globalen Konjunktur populistischer Führergestalten kehren schließlich Heldendarsteller auch auf die politische Bühne zurück.

Ulrich Bröckling nimmt diese Gleichzeitigkeit heroischer und postheroischer Leitbilder zum Anlass, den Platz des Heroischen in der Gegenwartsgesellschaft auszuloten. Dazu zeichnet er die Reflexionsgeschichte des Heroismus in der Moderne nach, besichtigt das Figurenkabinett zeitgenössischer Heldinnen und Helden und fragt nach den affektuellen und normativen Dimensionen von Heldenerzählungen sowie nach den Aspekten ihrer Relativierung und Verabschiedung. Sein Fazit: Der Held lebt. Aber unsterblich ist er nicht! Warum das eine gute Nachricht ist, zeigt dieses fulminante Buch.

Einen Vorabdruck finden Sie auf Soziopolis und Informationen zum Buch auf der Seite des Verlags. Im Beitrag „Welche Helden brauchen wir?“ des Deutschlandfunk Kultur berichtet Ulrich Bröckling ebenfalls aus seinem Buch.

Neuerscheinung „Postheroische Helden - Ein Zeitbild“

Februar

Neuerscheinung Handlungsporträt und Herrscherbild

Die Zuschreibung heroischer Tatkraft und die Mythisierung der Tat prägen die antiken Handlungsporträts Alexanders des Großen bis in die römische Kaiserzeit.
Dass Herrscher wie Helden inszeniert werden, ist eine gängige Praxis. Alexander der Große (356-323 v. Chr.) gehörte zu den revolutionären Herrschern der Antike. Sein Image wurde - bis weit in die Neuzeit - umgestaltet und neu modelliert. Beispielhaft dafür sind seine bildlichen Darstellungen aus der griechisch-römischen Antike. Sie folgten weniger historischer Faktizität als den Vorstellungen ihrer Produzenten und Betrachter. Dabei vermittelten die Handlungsporträts Alexanders das Bild eines durch sein Handeln - und nicht nur durch Qualitäten oder königliches Charisma - ausgezeichneten Herrschers. Vom späten 4. Jh. v. Chr. bis in die römische Kaiserzeit lassen sich dabei Formen der visuellen Heroisierung Alexanders, ja der Mythisierung seiner Taten beobachten. Die Handlungsporträts des Eroberers sind damit Beispielfälle für die Zuschreibung heroischer Tatkraft an einen antiken Herrscher und für die Mythisierung seiner Erfolge im Bild.

Neuerscheinung Handlungsporträt und Herrscherbild

Januar

Special Issue 6 (2018) des E-Journal ist erschienen

„Ambige Helden“

Das Special Issue 6 „Ambige Helden“ des E-Journals helden. heroes. héros. ist erschienen. Herausgegeben die Ausgabe von Angelika Zirker und Nicolas Potysch und kann hier eingesehen werden.

Special Issue 6 (2018) des E-Journal ist erschienen

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