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Teilprojekt D1


Das Heroische im interkulturellen und politischen Spannungsfeld der imperialen römischen Welt bis zum 7. Jahrhundert

 

Prof. Dr. Peter Eich
Prof. Dr. Ralf von den Hoff
Prof. Dr. Sitta von Reden
Dr. Jens-Arne Dickmann
Felix K. Maier
Sebastian Bauer
Matthias Bensch

Seminar für Alte Geschichte
Abteilung für Klassische Archäologie


Das Teilprojekt erforscht im Verbund von Alter Geschichte und Klassischer Archäologie, wie Heroen, Helden und Heroisierungen in visuellen und textlichen Medien im Imperium Romanum und den Königreichen der poströmischen Welt zwischen dem späten 1. Jh. v. Chr. und dem 6./7. Jh. n. Chr. wirksam wurden. Dabei steht die Frage im Vordergrund, welche Kohäsionsstiftungen, Identitätskonstitutionen und Konfliktverschärfungen unter sich wandelnden politischen Bedingungen im imperial verklammerten Imperium Romanum durch heroische Attraktion sowie um Helden- und Herrscherfiguren konstruierte ‚politische Mythen‘ erreicht wurden.

Das Teilprojekt arbeitet in drei Unterprojekten. Die Klassische Archäologie widmet sich dem Thema „Aeneas, Romulus und der Princeps. Modellierungen heroischer Figuren im Imperium Romanum zwischen Augustus und der Spätantike“. U.a. durch das Dissertationsvorhaben von Matthias Bensch fragt es nach der Rolle des Visuellen in wechselseitigen Heroisierungen der beiden Gründerheroen Roms und des Princeps in Rom und den Provinzen zwischen dem Übergang zum Prinzipat im späten 1. Jh. v. Chr. und dem 4. Jh. n. Chr. Das zeitlich überlappende Unterprojekt B, in dem Sebastian Bauer (Alte Geschichte) sein Dissertationsvorhaben betreibt, untersucht unter dem Titel „Vom Heros zum Held. Transformationen des Heroischen in griechischen Städten unter römischer Herrschaft“ die heroische Muster als Bestandteile neuer griechischer Identitätskonstruktionen vor dem Hintergrund römischer Herrschaft vom 1. bis zum frühen 3. Jh. anhand der griechisch-römischen Parallelviten des Plutarch und der epigraphischen Dokumentation griechischer Städte. Der Teilprojektleiter Peter Eich widmet sich in einer geplanten Monographie „Heroisierungen in Zeiten der Orientierungslosigkeit. Umschreibungen monarchischer Rollen in der nachjustinianischen Mittelmeerwelt“ (C) dem Kaiser und den Monarchen Westeuropas in einer späteren Transformationsphase der kulturell römisch geprägten Mittelmeerwelt. Er wird die im 6. und 7. Jh. unter unumstritten christlicher Dominanz sich vollziehende Konzeption eines neuen heroischen Monarchentypus in kulturell aufeinander bezogenen, aber politisch konkurrierenden Erfahrungsräumen (Ostrom, Italien, Gallien, Iberien) in Geschichtsschreibung, Dichtung und Epistolographie untersuchen. Die Teilprojektleitung plant im Verbund eine Synthese des Projekts, die in der Langzeitperspektive Heldenkonzepte und ihre Transformation im transkulturellen Feld des Imperium Romanum darstellen wird.

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