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Nachrichten


Juni

Neuerscheinung | Andreas J. Haller "Mythische Räume der Gesetzlosigkeit in..."

Andreas J. Haller
"Mythische Räume der Gesetzlosigkeit in Erzählungen über Robin Hood, Klaus Störtebeker und Jesse James"



Dieses Buch widmet sich den Erzähltraditionen um drei gesetzlose Helden, die in England, Deutschland und Nordamerika ansässig waren: Robin Hood, Klaus Störtebeker und Jesse James üben eine bis heute anhaltende Faszination aus. Im Mythos des Gesetzlosen finden gesellschaftliche Diskurse um Recht und Gerechtigkeit, um Herrschaft und Widerstand, um Souveränität und Legitimität einen narrativen Ausdruck. Erzählungen, in denen Räuber, Piraten oder Banditen zu Rebellen und schließlich zu Helden avancieren, gestalten die Widersprüche innerhalb rechtlich geordneter Gesellschaften literarisch. Rechtsordnungen besitzen einen sozialen und einen territorialen Aspekt. In der narrativen Darstellung historischer Raumkonstellationen wird die Vorstellung vom Recht als konstituierendem gesellschaftlichem Faktor anschaulich. Die vorliegende Studie eröffnet eine neue Perspektive auf die Bedeutung der heroischen Gesetzlosigkeit als einem Phänomen der sozialen und räumlichen Transgression.

Neuerscheinung | Andreas J. Haller "Mythische Räume der Gesetzlosigkeit in..."

Juni

Dritte Förderphase des SFB 948 bewilligt

Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt dritte Förderphase des SFB 948 (2020-2024)

Der Senatsausschuss für die Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat den Förderantrag auf Verlängerung des SFB 948 am 28. Mai bewilligt. Somit kann der SFB sein Forschungsprogramm in einer finalen dritten Förderphase zum Abschluss bringen.

Weitere Informationen:

zu den Besonderheiten der Abschlussphase

zur Pressemeldung der Universität Freiburg

zur Pressemeldung der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Dritte Förderphase des SFB 948 bewilligt

März

Neuerscheinung Christus als Held und seine heroische Nachfolge. Zur 'Imitatio Christi' in der Frühen Neuzeit

Neuerscheinung Christus als Held und seine heroische Nachfolge. Zur 'Imitatio Christi' in der Frühen Neuzeit

Christus als Held und seine heroische Nachfolge. Zur 'Imitatio Christi' in der Frühen Neuzeit

Die imitatio Christi heroica ist fächer- und epochenübergreifend weder historisch noch systematisch zureichend erforscht. Die Studien in vorliegendem Band, konsequent aus den einschlägigen Quellen erarbeitet, zielen darauf, diese eklatante Forschungslücke für den Zeitraum der Frühen Neuzeit zumindest tentativ zu schließen. So werden die Ergebnisse eines interdisziplinären Kongresses dokumentiert, den der Sonderforschungsbereich 948 Helden – Heroisierungen – Heroismen (Freiburg) und das Graduiertenkolleg 2008 Interkonfessionalität in der Frühen Neuzeit (Hamburg) gemeinsam veranstalteten, um historisch-theologische, geschichtswissenschaftliche, kunsthistorische, musikwissenschaftliche und philologische Expertisen zu bündeln. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Frage, welche geistlichen Heroisierungsstrategien in der Frühen Neuzeit zu beobachten sind und wie sie sich mit Blick auf die Heroisierung Christi und die imitatio Christi heroica in unterschiedlichen Medien bzw. intermedial ausprägten.

Neuerscheinung Christus als Held und seine heroische Nachfolge. Zur 'Imitatio Christi' in der Frühen Neuzeit

Februar

Neuerscheinung „Postheroische Helden - Ein Zeitbild“

Die Monografie „Postheroische Helden - Ein Zeitbild. “ von Ulrich Bröckling, Teilprojektsleiter von D12, erscheint am 17.02.2020 im Suhrkamp Verlag.

Zum Inhalt: Heldenfiguren gelten heute als suspekt: zu viel Pathos, zu viel Männlichkeits­ausdünstungen, zu viel moralischer Zeigefinger. Wir leben, heißt es, in postheroischen Zeiten. Gleichzeitig hat sich die Faszination von Heldengeschichten nicht erschöpft, ja, der Fragwürdigkeit heroischer Vorbilder steht ein schier unstillbarer Heldenhunger gegenüber, der reichlich bedient wird. Lebensretter werden ebenso heroisiert wie Klimaaktivistinnen und Whistleblower, Superhelden bevölkern Filme und Computerspiele, und der Spitzensport liefert kontinuierlich heroisierbares Personal. Mit der globalen Konjunktur populistischer Führergestalten kehren schließlich Heldendarsteller auch auf die politische Bühne zurück.

Ulrich Bröckling nimmt diese Gleichzeitigkeit heroischer und postheroischer Leitbilder zum Anlass, den Platz des Heroischen in der Gegenwartsgesellschaft auszuloten. Dazu zeichnet er die Reflexionsgeschichte des Heroismus in der Moderne nach, besichtigt das Figurenkabinett zeitgenössischer Heldinnen und Helden und fragt nach den affektuellen und normativen Dimensionen von Heldenerzählungen sowie nach den Aspekten ihrer Relativierung und Verabschiedung. Sein Fazit: Der Held lebt. Aber unsterblich ist er nicht! Warum das eine gute Nachricht ist, zeigt dieses fulminante Buch.

Einen Vorabdruck finden Sie auf Soziopolis und Informationen zum Buch auf der Seite des Verlags. Im Beitrag „Welche Helden brauchen wir?“ des Deutschlandfunk Kultur berichtet Ulrich Bröckling ebenfalls aus seinem Buch.

Neuerscheinung „Postheroische Helden - Ein Zeitbild“

Februar

Neuerscheinung Handlungsporträt und Herrscherbild

Die Zuschreibung heroischer Tatkraft und die Mythisierung der Tat prägen die antiken Handlungsporträts Alexanders des Großen bis in die römische Kaiserzeit.
Dass Herrscher wie Helden inszeniert werden, ist eine gängige Praxis. Alexander der Große (356-323 v. Chr.) gehörte zu den revolutionären Herrschern der Antike. Sein Image wurde - bis weit in die Neuzeit - umgestaltet und neu modelliert. Beispielhaft dafür sind seine bildlichen Darstellungen aus der griechisch-römischen Antike. Sie folgten weniger historischer Faktizität als den Vorstellungen ihrer Produzenten und Betrachter. Dabei vermittelten die Handlungsporträts Alexanders das Bild eines durch sein Handeln - und nicht nur durch Qualitäten oder königliches Charisma - ausgezeichneten Herrschers. Vom späten 4. Jh. v. Chr. bis in die römische Kaiserzeit lassen sich dabei Formen der visuellen Heroisierung Alexanders, ja der Mythisierung seiner Taten beobachten. Die Handlungsporträts des Eroberers sind damit Beispielfälle für die Zuschreibung heroischer Tatkraft an einen antiken Herrscher und für die Mythisierung seiner Erfolge im Bild.

Neuerscheinung Handlungsporträt und Herrscherbild

Januar

Special Issue 6 (2018) des E-Journal ist erschienen

„Ambige Helden“

Das Special Issue 6 „Ambige Helden“ des E-Journals helden. heroes. héros. ist erschienen. Herausgegeben die Ausgabe von Angelika Zirker und Nicolas Potysch und kann hier eingesehen werden.

Special Issue 6 (2018) des E-Journal ist erschienen

Januar

Neuerscheinung „Held - Märtyrer - Usurpator“

Der elfte Band der durch den Sonderforschungsbereich 948 herausgegebenen Reihe "Helden - Heroisierung - Heroismen" ist erschienen: „Held – Märtyrer – Usurpator. Der europäische Napoleonismus im Vergleich (1821–1869)“ von Benjamin Marquart.

Am Anfang war Napoleons Tod. Für die Heldendiskurse des 19. Jahrhunderts bedeutete er einen tiefen Einschnitt. Mehr denn je wurde der verstorbene Held in der Imagination europäischer Gesellschaften zu dem „homme du siècle“, als der er sich zu Lebzeiten darzustellen versucht hatte. Im Sprechen über ihn verhandelte man die tiefen Brüche und Herausforderungen eines postrevolutionären Zeitalters, das sich in steter Bewegung befand. Diese Studie untersucht die zeitgenössischen Diskurse über den Helden Napoleon in Frankreich, Großbritannien und Deutschland zwischen 1821 und 1869. Dabei wird aufgezeigt, wie der Feldherr im Rahmen einer Legitimations- und Geschichtspolitik als vielfältig einsetzbare Symbolfigur im Spannungsfeld zwischen den Polen des Heroischen, des Heiligen und des Dämonischen fungierte.

Zur Übersicht der SFB-Publikationen und zur Verlagswebseite.

Neuerscheinung „Held - Märtyrer - Usurpator“

Januar

Prof. Asch in ZDF History Dokumentation "Die Superhelden der Geschichte"

Prof. Ronald Asch, Teilprojektsleiter von D5, tritt als Experte in der ZDF History Dokumentation „Die Superhelden der Geschichte: Von Odysseus bis Mandela“ auf. Die Dokumentation ist bis zum 08.12.2020 in der ZDF Mediathek abrufbar.

Prof. Asch in ZDF History Dokumentation "Die Superhelden der Geschichte"

Dezember

Neuerscheinung „Einsatzpunkte und Spielräume des sozialen Imaginären in der Soziologie“

Das Sonderheft „Einsatzpunkte und Spielräume des sozialen Imaginären in der Soziologie“ von Dr. Tobias Schlechtriemen, Projektmitarbeiter von D12, und Prof. Regine Herbrik ist in der Österreichische Zeitschrift für Soziologie im Springer SV Verlag erschienen.

Heldinnen und Helden verkörpern sowohl die Werte, Sehnsüchte und Träume als auch die Sorgen und Ängste einer Gesellschaft. Wer ihre Darstellungen und Geschichten untersucht, hat es folglich mit dem sozialen Imaginären zu tun. Das von Regine Herbrik und Tobias Schlechtriemen herausgegebene Sonderheft der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie vergleicht verschiedene sozial- und kulturwissenschaftliche Theorien und Zugänge zum sozialen Imaginären.

Weitere Informationen zur Publikation finden Sie hier.

Neuerscheinung „Einsatzpunkte und Spielräume des sozialen Imaginären in der Soziologie“

November

Breites Medienecho auf die Tagung „Sport und das Heroische“

Die Badische Zeitung berichtet am 26.10.2019 mit einem großen Beitrag über die vom Teilprojekt D9, organisierte Tagung „Sport und das Heroische“. Den Artikel „Wissenschaftler erklären, warum Sportler wie Helden verehrt werden“ können Sie auf Webseite der Badischen Zeitung lesen.

Auch der Deutschlandfunk berichtet am 24.10.2019 im Rahmen der Sendung „Aus Kultur- und Sozialwissenschaften“ über die Tagung des SFB 948s. Den Audiobeitrag können Sie hier anhören.

Breites Medienecho auf die Tagung „Sport und das Heroische“

Anmeldung
Der interne Bereich finden Sie nun auf der Teamplattform des SFB 948. Hinweise zum Login und zur Bedienung der Teamplattform finden Sie in diesem Dokument.